Octrace
- Branche
- Sales Intelligence • B2B SaaS • KI
- Produkt
- KI-gestützte Sales Intelligence Plattform
- Meine Rolle
- Product Designer
- Team
- Viktoria Izdebska (CEO)
Timo Luick (CTO)
Nadja Kohlberger (Product Designer)
Lukas Mascha (Developer)
Maximilian Gierlachowski (Developer)
Granit Mavraj (Developer)
Steven Ludwig (Developer)
Octrace Sales Team - Kompetenzen
- Produktstrategie • User Flows • Informationsarchitektur • Design Systems • Dashboard Design • Produktanalyse • User Testing
- Tools
- Figma Make
- Figma
- FigJam
- PostHog
- Notion
- Storybook
- GitHub
- Slack
- Plattform
- Webanwendung
- Status
- Erste Beta-Kund:innen, bevor das Unternehmen geschlossen wurde.
Sales Intelligence Plattform für effizientere Leadgenerierung
Wie durchdachte UX, KI und Datenvisualisierung Vertriebsteams dabei unterstützen, komplexe Unternehmensdaten schneller in qualifizierte Leads zu verwandeln.

Challenge
Potenzielle Kund:innen zu finden ist heute einfacher denn je. Sie sinnvoll zu bewerten kostet dagegen oft viel Zeit. Vertriebsteams wechseln ständig zwischen verschiedenen Tools, recherchieren Unternehmen, ergänzen Daten und bauen Leadlisten auf, bevor sie überhaupt den ersten Kontakt aufnehmen können.
Die Herausforderung war, aus Millionen von Unternehmensdaten ein Produkt zu entwickeln, das relevante Leads schnell sichtbar macht, Zusammenhänge erkennen lässt und Entscheidungen erleichtert, ohne Nutzer:innen mit Informationen zu überfordern.
Während der Entwicklung haben wir außerdem untersucht, wie KI diese Recherche vereinfachen kann. Statt Daten manuell zu ergänzen, konnten Nutzer:innen ihre Fragen einfach in natürlicher Sprache stellen.
Strategie
Octrace wurde entwickelt, um Vertriebsteams dabei zu helfen, passende Unternehmen schneller zu finden und zu bewerten. Jede Designentscheidung hatte ein Ziel: aus großen Datenmengen klare Informationen machen, damit Nutzer:innen schneller Entscheidungen treffen können.
Die Plattform musste sowohl für erfahrene Vertriebsteams funktionieren, die täglich mit Tausenden Unternehmen arbeiten, als auch für neue Nutzer:innen leicht verständlich sein. Deshalb standen Klarheit, Flexibilität und Geschwindigkeit immer im Mittelpunkt.
Kernpunkte
Für schnelles Erfassen optimiert
Der Hauptbereich zeigte Tausende Unternehmen mit vielen verschiedenen Informationen. Statt alles wie eine Excel-Tabelle aussehen zu lassen, entwickelte ich eine klare visuelle Hierarchie, damit wichtige Informationen sofort auffallen und große Datenmengen leicht zu überblicken sind.
Flexible Datenanalyse
Jedes Vertriebsteam arbeitet anders. Deshalb konnten Nutzer:innen Filter, Spalten und Suchkriterien individuell an ihre Arbeitsweise anpassen, anstatt einem festen Ablauf folgen zu müssen.
KI-gestützte Datenanreicherung
Eine der spannendsten Funktionen war die Möglichkeit, neue Unternehmensattribute mit natürlicher Sprache zu erstellen. Statt Hunderte Unternehmen manuell zu recherchieren, konnten Nutzer:innen Fragen wie „Ist dieses Unternehmen B2B oder B2C?“ stellen. Octrace erzeugte daraus automatisch eine neue, strukturierte Spalte für alle ausgewählten Unternehmen. Unser Ziel war nicht, Nutzer:innen Prompt Engineering beizubringen. KI sollte sich einfach wie ein natürlicher Teil des Produkts anfühlen.
Ein skalierbares Design System
Mit jeder neuen Funktion wurde Konsistenz wichtiger. Deshalb entwickelte ich ein wiederverwendbares Design System mit Komponenten, Layouts, Tabellen, Navigation und Interaktionsmustern. Das machte die Weiterentwicklung einfacher und sorgte für ein einheitliches Nutzungserlebnis im gesamten Produkt.
Experience
Als ich zu Octrace kam, gab es noch kein digitales Produkt. Das Unternehmen arbeitete mit einem klassischen Vertriebsprozess und einer einfachen Website. Gemeinsam mit dem CTO entwickelte ich die Produktvision, plante die ersten User Flows und legte die Roadmap fest, bevor die eigentliche Entwicklung begann.
Mit der Zeit entstand daraus eine datenintensive Sales Intelligence Plattform, die Vertriebsteams bei der Recherche, Bewertung und Verwaltung potenzieller Kund:innen unterstützt. Die größte UX-Herausforderung war es, große Datenmengen übersichtlich darzustellen, ohne Nutzer:innen zu überfordern. Das beeinflusste viele Entscheidungen rund um Informationsarchitektur, Dashboard Design und Interaktionen.
Zusätzlich gestaltete ich die neue Marketing-Website und sorgte dafür, dass Produkt und Marke eine gemeinsame visuelle Sprache bekamen.
Mein Beitrag
Als Product Designer war ich für das gesamte Produktdesign verantwortlich, von den ersten Konzepten bis zu produktionsreifen Interfaces. Dazu gehörten UX Research, Informationsarchitektur, Dashboard Design, ein skalierbares Design System und Interaktionskonzepte. Während der gesamten Entwicklung arbeitete ich eng mit dem Entwicklerteam zusammen, um das Produkt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Außerdem war ich am Rebranding des Unternehmens beteiligt und gestaltete die neue Marketing-Website, sodass Produkt und Marke ein einheitliches Erscheinungsbild erhielten.
Ein großer Vorteil der Arbeit in einem kleinen Team war, dass wir das Produkt schon während der Entwicklung direkt mit Kolleg:innen und ersten Kund:innen testen konnten. Mit PostHog analysierte ich zusätzlich das Nutzerverhalten, erkannte Schwachstellen und überprüfte Designentscheidungen anhand echter Nutzungsdaten. Bevor das Unternehmen geschlossen wurde, konnten wir das Produkt bereits mit ersten Kund:innen validieren und auf Basis ihres Feedbacks kontinuierlich verbessern.
Reflexion
Die Arbeit an Octrace hat mir gezeigt, wie wichtig Informationsarchitektur, visuelle Hierarchie und Einfachheit bei datenintensiven Produkten sind. Wenn Tausende Unternehmen und unzählige Datenpunkte auf einem Bildschirm zusammenkommen, kostet jedes zusätzliche Element Aufmerksamkeit.
Die eigentliche Herausforderung war deshalb nicht, möglichst viele Informationen unterzubringen. Entscheidend war, welche Informationen sofort sichtbar sein müssen, welche erst bei Bedarf erscheinen und wie Nutzer:innen schnell die richtigen Entscheidungen treffen können.
Ich habe gelernt, dass Einfachheit nicht bedeutet, Funktionen wegzulassen. Gute UX reduziert unnötige Komplexität, ohne erfahrene Nutzer:innen einzuschränken.
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